Infos

Wichtige Infos zum USV Michaelbeuern

Der USV Michaelbeuern wurde 1963 gegründet und ist durch das Engagement seiner Funktionäre zu einem festen Bestandteil im örtlichen Leben geworden.

 

Union Sport Verein Michaelbeuern

 

 

Gemeinde Dorfbeuern
Farben Blau-Rot
Dachverband Union (1963 als Union Sportverein Michaelbeuern gegründet)
Sportanlage 1964-1978 alter Sportplatz Vorau
 
1978 Eröffnung des neuen Sportplatzes
  1993 Errichtung des Vereinsheimes
 

2014 Errichtung des Vereinsheimes NEU

   


Der USV Michaelbeuern ist ein Dorfklub im besten Wortsinn.
Jeder vierte Einwohner der Gemeinde Dorfbeuern im nördlichen Flachgau ist Vereinsmitglied und in einer der Sektionen aktiv. Neben Fußball sind das aktuell Tennis, Tischtennis, Stocksport und Turnen. Das polysportive Element ist für die Vereinsverantwortlichen auch der Grund für die feste Verankerung im Gemeindeleben. Ein Sommerfest und einen Adventmarkt, der zusammen mit den anderen Vereinen im Ort durchgeführt wird und dessen Erlös karitativen Zwecken zu Gute kommt. Die Veranstaltungen bilden auch die finanzielle Basis zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebs. Mit etwa 1400 Einwohnern ist Dorfbeuern eine vorwiegend ländlich strukturierte Gemeinde. Lokale Unternehmen, unterstützen den Verein finanziell oder durch Sachzuwendungen. Die zahlreichen Sportvereine in der Nachbarschaft sorgen für etliche Derbys. Die Nachwuchsarbeit ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den USV. Die Funktionäre halten mit viel Engagement und Begeisterung den Verein sportlich und finanziell auf Erfolgskurs.

 

Idealismus und Improvisationstalent waren auch bei der Gründung des Vereins in den frühen sechziger Jahren notwendig. Geld war keines vorhanden, nur eine vom Benediktinerstift zur Verfügung gestellte Wiese, die als Fußballplatz adaptiert und nach und nach ausgebaut wurde. Bis 1968 mussten sich die Spieler allerdings mit einem benachbarten Bach als Waschgelegenheit begnügen, erst dann wurden sanitäre Anlagen errichtet. Immerhin: umziehen konnte man sich in einer zweckentfremdeten Lagerhalle...

Eine gehörige Portion Idealismus war für die Vereinsmitglieder auch notwendig, um die ersten Jahre in der 3. Klasse B, der man seit 1964/65 angehörte, zu überstehen. Denn sportlich lief es zunächst alles andere als gut. Im Premierespiel vor heimischem Publikum setzte es gegen den USV St. Georgen gleich einmal eine 1:13 Niederlage. In seinem ersten Meisterschaftsjahr wurde der USV nicht weniger als sieben Mal mit einem zweistelligen Ergebnis abgefertigt. Ein möglicher erster Punktgewinn wurde durch eine Strafverifizierung vereitelt. Das Heimspiel gegen den SK St. Gilgen musste beim Stand von 5:5 abgebrochen werden. Auch die Folgejahre gestalteten sich zäh. Zwar feierte der USV Michaelbeuern im September 1965 mit einem 5:1 gegen Faistenau seinen ersten vollen Erfolg, während der sechziger Jahre war man jedoch meist in den hinteren Regionen der Tabelle zu finden.

Doch der Verein konnte sich konsolidieren und feierte mit dem 10- jährigen Jubiläum seinen ersten und bislang einzigen Meistertitel und in der Folge der Durchmarsch in die 1. Klasse Nord, wo sich Michaelbeuern 18 Saisonen lang halten konnte. Mit unterschiedlichen Erfolgen: 1982/83 verpasste der USV den durch eine Klassenreform möglichen Aufstieg in die 2. Landesliga nur knapp: im entscheidenden letzten Heimspiel unterlag der USV-Michaelbeuern dem UFC Gneis mit 3:4. Zumeist spielte Michaelbeuern allerdings gegen den Abstieg, der schließlich 1994 nicht mehr zu verhindern war.

 

Wie schnell sportliche Belange in den Hintergrund treten können, mussten die Michaelbeurer am 14. Oktober 1995 erfahren. Im letzten Heimspiel gegen den USK Obertrum brach Franz Pötzelsberger mit einem Herzinfarkt zusammen. Sofortige Wiederbelebungsmaßnahmen von Mitspielern waren glücklicherweise erfolgreich und Pötzelsberger wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Salzbuger LKH geflogen. Für den Rettungseinsatz bedankte sich der Verein einige Monate später mit einem Benefizspiel zwischen einer Michaelbeuern- Auswahl und den Europacup- Helden der Salzburger Austria. Das Ergebnis (0:16) war Nebensache. Wichtiger war der Veranstaltungserlös von 35.000 Schilling, der dem Roten Kreuz zur Verfügung gestellt wurde.

 

Die Jugendarbeit ist das Sorgenkind des Vereins. Durch die geburtenschwachen Jahrgänge können nicht mehr genug Nachwuchsspieler rekrutiert werden, ein Umstand, der durch das kleinräumig strukturierte Umfeld doppelt bitter ist. So sieht sich Michaelbeuern gezwungen, im Nachwuchsbereich mit den Nachbarvereinen zusammenzuarbeiten. Die Spielgemeinschaften mit Berndorf, Perwang und Nussdorf funktionieren gut und stellen zumindest eine Grundversorgung der Kampfmannschaft mit Nachwuchsspielern sicher. Eine Fusion mit Nachbarvereinen war in Michaelbeuern jedoch nie ein Thema.